DEAN LIVING zu Gast bei der Sendung

"LEICHTER LEBEN" 06.03.2019

BLOGEINTRAG AUF WIGGERL'S WORLD / DEZEMBER 2018

DEAN-LIVING HATTE IM HERBST 2018 BESUCH AUS MÜNCHEN:

Die Bloggerin von WIGGERL'S WORLD war zum Brunch in unserem Showroom in Pfullingen, um mehr über uns und unseren Luxus Wohnaccessoires zu erfahren. Was sie dabei alles entdeckt hat, hat sie in einem Blogpost berichtet:

HIER GEHT ES ZUM BEITRAG

TOP MAGAZIN AUSGABE SEPTEMBER / OKTOBER 2018

GEA-BERICHT / AUGUST 2018

PFULLINGEN. Wer auf Dauer erfolgreich sein will, muss einmal mehr aufstehen, als er hinfällt. Das gilt wohl besonders für Start-ups. Dennis Dean Fischer war nicht nur gestolpert, er lag quasi schon platt auf dem Boden. Mitte März des vergangenen Jahres musste er seine Näherei in Pfullingen schließen, die er 2015 im Alter von 23 Jahren übernommen hatte. Die zehn Mitarbeiterinnen musste er entlassen. Sein Gewerbe meldete Fischer ab.

Nach einer Preiserhöhung waren ihm zwei Großkunden in der Auftragsproduktion abgesprungen. Nach einer Testproduktion, die er zum Preis von vier Euro pro Stunde ausgeführt hatte, wollte Fischer auf zehn Euro pro Stunde erhöhen – eine Vergütung, die nur wenig über dem Mindestlohn in Deutschland liegt. Doch das wollten die beiden Kunden nicht bezahlen. Dadurch brach sein Finanzierungsplan zusammen. Wenn Fischer davon erzählt, klingen Ernüchterung und Traurigkeit in seiner Stimme mit. »Ich kann nicht nachvollziehen, wie wenig ›Made in Germany‹ wertgeschätzt werde«, sagt Fischer. Qualität werde gerne genommen, aber der Preis soll billig sein.

»Plötzlich stand ich als junger Mensch mit hohen Schulden und der Verantwortung für die Mitarbeiter da. Das war sehr belastend. Das wünsche ich keinem«, resümiert Fischer. Wegen des engen Bezugs zu seinem Team sei es ihm extrem schwergefallen, den Menschen zu kündigen. Auch wenn er diese Erfahrung keinem wünscht, heute sieht er sie als lehrreiche Zeit an. Um die Schulden zu drücken, habe er Maschinen verkauft. Der Hersteller nahm einen Teil zurück.

Er hatte sich schon fast damit abgefunden, sein Unternehmen nicht fortführen zu können und begann, Bewerbungen zu schreiben. Als er in der Zeitung die Stellenanzeige eines ehemaligen Kunden sah, nahm er Kontakt auf und plötzlich ergab sich eine überraschende Wendung.

Der Hersteller von Kinderkleidern, Disana, in Lichtenstein-Holzelfingen, beauftragte Fischer, für ihn zu produzieren. Da auch ein paar Kleinkunden Fischer die Treue hielten, wagte er schon im April mit der Näherei den Neuanfang. Dabei hatte er Glück, dass der Eigentümer die Räume noch nicht weiter vermietet hatte. Sieben Mitarbeiterinnen konnte Fischer wieder einstellen. »Alle sind mit Freude zurückgekommen«, erzählt Fischer, was für die gute Teamatmosphäre im Unternehmen spreche.

Natürlich habe er den Neustart genutzt, um einiges zu ändern. So hat er sein eigenes Modellabel »Dean« aufgegeben. »Das Kasperletheater mit mehreren Kollektionen im Jahr und den vielen Sales«, wollte Fischer nicht mehr mitmachen. Heute entwirft er nur noch selten Kleider für ausgesuchte Kunden.

Die Krise hat ihn zudem auf eine Idee gebracht. Seine neue Leidenschaft gehört dem Interieur von Wohnungen. Fischer entwirft Luxusdekokissen in einer Kombination aus Leder und Couturestoffen und scheint ein viel versprechendes Erfolgsrezept gefunden zu haben. Wer sich ein teures Sofa kaufe, wolle es nicht mit billigen Kissen schmücken, ist Fischer überzeugt. Im Onlineshop (deanliving.de) sind seine Entwürfe schon für 550 Euro das Stück zu haben. »Es sind Kissen fürs Leben.« Weitere Ideen für Tagesdecken hat er bereits.

Der Dean-Living-Showroom in Pfullingen wird gerade renoviert und soll Ende September fertig sein. Geholfen habe ihm dabei, dass er im Team eine Näherin habe, die schon Interieur-Erfahrung besitze.

Das Unternehmen stehe wieder stabil da. »Stück für Stück geht es nach oben«, sagt Fischer. Das Team ist dabei noch enger zusammengerückt. »Die Krise hat uns zusammengeschweißt.« (GEA)